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Sigmar Gabriel

»Mein Freund Abbas«

Welche Interessen vertritt der deutsche Außenminister?

Ein Kommentar von Ursula Prem, 29. April 2017;

»Das Open Society European Policy Institute ist der EU-politische Zweig der Open Society Foundations. Wir arbeiten daran, die offenen Gesellschaften in und außerhalb Europas zu fördern, indem wir die Politik, Gesetzgebung, Finanzierung und den politischen Einfluss der EU nutzen.«

 

Diese in englischer Sprache abgegebene Kriegserklärung an die Souveränität des EU-Parlaments stammt von der Website der Open Society Foundations des Finanzspekulanten und angeblichen Menschenfreundes George Soros. Vieles wurde über den Möchtegernherrscher der Welt schon geschrieben, dessen komplettes Netzwerk aus finanziell von ihm profitierenden Non-Governmental Organizations (NGOs), Universitäten, Journalisten und anderen Multiplikatoren grundlegend zu analysieren wäre.

Dieser Artikel beschränkt sich auf das Bestreben der Open Society Foundations und ihrer Unterorganisationen zur politischen Destabilisierung von Israel und auf die Frage, wessen Interessen der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel vertrat, als er bei seinem Antrittsbesuch in Israel das Treffen mit Vertretern von mindestens drei durch Soros unterstützten NGOs seiner eigentlichen Aufgabe vorzog: sein Land auf diplomatischer Ebene würdig zu vertreten.

 

Vertreter der Zivilgesellschaft?

Es sei ganz normal, dass er sich auf seinen Reisen als Außenminister auch mit »Vertretern der Zivilgesellschaft« treffe, ließ Gabriel mit Dackelblick verlauten, nachdem der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu den Termin mit ihm abgesagt hatte. - Netanyahu erklärte kurz darauf seine Grundsätze in einem Interview mit Kai Diekmann: Er werde sich nicht mit ausländischen Diplomaten treffen, die sich beim Besuch in Israel mit Organisationen treffen, welche israelische Soldaten als Kriegsverbrecher bezeichnen.

Unterzieht man die betreffenden Organisationen einer genaueren Prüfung, wird klar, dass sie weit davon entfernt sind, authentische Vertreter der israelischen »Zivilgesellschaft« zu sein: Die Organisationen »B'tselem«, »Breaking the Silence« und »Ir Amim« zeichnen sich nicht nur durch vollkommene ideologische Einseitigkeit zu Lasten des israelischen Staates aus, sondern auch durch auffällige Parallelen in ihrer Finanzierungsstruktur:

  • Alle drei Organisationen benennen unter anderem die Open Society Foundations des George Soros als Unterstützter.
  • Alle drei Organisationen führen den New Israel Fund (NIF) in ihrer Geberliste. Als dessen »long-term-funder« wiederum bezeichnet sich das Arab Regional Office (ARO), ein Ableger der Open Society Foundations.
  • Alle drei Organisationen erhalten zudem Fördermittel aus EU-Kassen (!).

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Wie weit mag George Soros inzwischen gekommen sein mit seinem eingangs zitierten Bestreben, »Politik, Gesetzgebung, Finanzierung und den politischen Einfluss der EU« für seine Zwecke zu nutzen? Ist die Vergabe von Fördermitteln an israelfeindliche Organisationen bereits eine Folge seiner Einflussnahme? Ein geleaktes Dokument gibt zumindest Aufschluss über Anzahl und Identität derjenigen Personen innerhalb des EU-Parlaments, die Soros als seine »zuverlässigen Verbündeten« (Reliable allies) betrachtet. Die Broschüre »Reliable allies in the European Parliament (2014 - 2019) for the Open Society European Policy Institute« stellt 226 Mitglieder des EU-Parlaments vor, die bewährte oder wahrscheinliche Open Society Verbündete sein sollen. [Quelle]

Damit würden die aus vielen Ländern und Parteien rekrutierten »Reliable allies« des George Soros die definitiv größte Fraktion im EU-Parlament stellen!

Unter den »Reliable allies« findet sich in der Person des früheren EU-Parlamentspräsidenten und jetzigen Kanzlerkandidaten der SPD, Martin Schulz, übrigens auch ein besonders prominentes Mitglied. Am 23. Juni 2016 ließ Schulz nicht nur eine Rede von Mahmud Abbas widerspruchslos über sich und das Parlament ergehen, in welcher der Palästinenserpräsident das alte antisemitische Märchen vom jüdischen Brunnenvergifter wiederaufleben ließ, sondern er bedankte sich anschließend auch noch auf Twitter für dessen »inspiring address«, seine inspirierende Rede. Ähnlich frenetisch zeigte sich Eugen Freund, ein sozialdemokratischer EU-Abgeordneter aus Österreich, der auf Twitter schrieb: »Applaus für Abbas' Frage: Ist es nicht höchste Zeit, die Besatzung Palästinas durch Israel endlich zu beenden?« - Es ist wohl unnötig, zu erwähnen, dass auch Freund sich laut Liste einen Namen als »Reliable ally« der Open Society gemacht hat.

 

Abbas dürfte diese prominente Unterstützung freuen. Ginge es in Europa noch mit rechten Dingen zu, wäre solcher Support undenkbar gewesen, denn abseits des diplomatischen Parketts lässt der Palästinenserchef keinen Zweifel an seinen wahren Absichten:

»Wir begrüßen jeden Tropfen Blut, der in Jerusalem verschüttet wird. Blut auf dem Weg zu Allah. Sie [die Israelis] haben kein Recht, sie mit ihren schmutzigen Füßen zu entweihen, und wir werden es ihnen nicht erlauben«, verkündet er gerne mal seinen Anhängern.

 

So spricht ein wahrer Freund. Ein Freund Sigmar Gabriels. Der Außenminister twitterte am 24. März 2017:

»Habe meinen Freund Mahmoud Abbas getroffen. Dtl. steht zur Zwei-Staaten-Lösung & unterstützt den Aufbau staatlicher Strukturen in Palästina.«

Dazu passt eine weitere Finanzierungsquelle zweier der drei von Gabriel in Israel hofierten NGOs wie die Faust aufs Auge: B'tselem wie auch Ir Amim erhalten Fördergelder durch das deutsche Institut für Auslandsbeziehungen (IFA), das sich wiederum aus Kassen des Auswärtigen Amtes speist. Klar gesagt: Das Ministerium, dem Sigmar Gabriel vorsteht, finanziert mittelbar Organisationen, die dazu angetreten sind, den israelischen Staat zu zerstören. Dies stellt nicht nur eine gravierende Einmischung in die Angelegenheiten Israels dar, sondern ist auch Landesverrat gegenüber der Bundesrepublik Deutschland, zu deren Staatsräson das Existenzrecht Israels gehört!

 

Kein schlechtes Gewissen

Netanyahu bezeichnete das Agieren Gabriels lediglich als »instinktlos«. Die Hoffnung auf ein Mindestmaß an Ratio hat er beim derzeitigen deutschen Außenminister wohl schon aufgegeben. Wie sollte er Gabriel auch die überdimensionale Größe des Karrens klarmachen, vor den dieser sich hat spannen lassen? – Nein, ein schlechtes Gewissen habe er nicht, lässt sich Gabriel denn auch in führenden Medien zitieren.

Wir, die Bürger Deutschlands allerdings, sollten uns schleunigst darüber schlau machen, in wessen Sinne unser Außenminister agiert. Meine These ist: Gabriel vertritt mitnichten die deutschen Interessen, sondern exekutiert den Willen eines machthungrigen Spekulanten, der mit einem hybriden Gemisch aus Gutmenschenneusprech und harten Dollars seine Vorstellungen einer Weltordnung durchsetzt.

Mein Fazit: Das Agieren der deutschen und europäischen Politik in Gestalt von Sigmar Gabriel, Martin Schulz, der ihnen sekundierenden Kanzlerin sowie des EU-Parlaments ist aktiv auf die Zerstörung Israels gerichtet. Schuld daran ist ein widerliches Gebräu aus altem Antisemitismus, harten Devisen für angebliche »Menschenrechtsorganisationen«, deutscher Besserwisserei, bescheuerten Gutmenschentums und bräsiger Dummheit, von dessen Gestank das kleine Israel nun kontaminiert wird. Ausgerechnet Israel, das eigentlich ganz andere Probleme vor der Haustür hat.

 

 

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